Kleine Webprojekte mit dem Universalwebrahmen


>weben_...>kreativität_...>handarbeit_...>wolle_...>webrahmen_...>gleich loslegen_... 


Der Universalwebrahmen – klein in der Erscheinung & ganz großartig in der Anwendung!

  

Vier Holzstücke, je 3 cm Höhe und 23 cm Seitenlänge, je 17 Schlitze, zu einem Quadrat zusammengefügt: Das ist er, der Universalwebrahmen. Recht klein, aber mit ganz viel Platz für Kreativität und Ideenreichtum.

  

Ich bin begeistert von der Anwendungsvielfalt und gebe Dir heute zum Einstieg grundlegende Informationen zur Handhabung mit ein paar Tipps und Ideen für ein einfaches Projektchen.

  

Ihr benötigt:

  • Universalwebrahmen
  • Schiffchen (inkludiert)
  • Nadel (inkludiert, optional)
  • Schere
  • Wolle, Garn, ev. Nähseide
  •       Holzstück, -stäbchen, Bilderrahmen (optional)

Los gehts!

 

1. Rahmen bespannen

 

Wollanfang am ersten Zähnchen festbinden (Foto). Danach Faden vom ersten Schlitz hinauf zum gegenüberliegenden Schlitz (oben) führen, um das obere erste Zähnchen herumführen, hinunter zum zweiten Schlitz, um das zweite Zähnchen herum, und immer weiter, bis Du beim letzten Schlitz oben angelangt bist (Foto). Wichtig ist, dass die gespannten Fäden (= die Kettfäden) parallel zu den Seitenteilen des Rahmens verlaufen (Foto). Den Faden oben fixieren, indem Du ihn durch ein paar obere Schlitze wickelst – das funktioniert sehr gut bei Wolle (Foto). Sollte das Garn (zB Baumwolle) zu glatt sein, dann einfach einmal um das letzte obere Zähnchen wickeln und mit dem letzten Kettfaden verknoten. Nun ist die Kette fertig. Nicht zum Um-den-Hals-hängen, aber trotzdem schön. 

2. Schiffchen vorbereiten 

  

Weiter geht es mit den Schußfäden. Klingt wild, ist es aber nicht. Schußfäden sind jene, die beim Weben quer zur Kette eingearbeitet werden. Als Hilfsmittel gibt es dafür die Schiffchen, von denen zwei dem Universalrahmen beiliegen.

  

Nimm den Schußfaden Deiner Wahl, lege ihn in einen der beiden Schlitze und binde ihn an – einfacher Knoten, andernfalls ärgerst Du Dich später. (Foto) Wickle nun Schußfaden der Länge nach auf das Schiffchen. Bremse Deine Wickelmotivation rechtzeitig, ein zu dickes Schiffchen ist hinderlich beim Weben.

 

Tipp 1: Kartonschiffchen. Wenn Du mit vielen Farben weben und diese oft abwechseln möchtest, bastle Dir entsprechend viele Schiffchen aus Karton. Laubsäge und Sperrholz geht sicher auch J. (Foto)

  

Tipp 2: Garnvariation. Wenn Du schneller zu weben beginnen möchtest, als Du unterschiedliche Schußfarben zur Verfügung hast ;) und trotzdem kein einfärbiges Gewebe fabrizieren möchtest, tut es auch Nähseide. Wickle einfach gemeinsam mit der Wolle eine Nähseide mit. Schon ist mehr Farbe im Spiel. Es kann bei ausreichend Zeit und Geduld auch ausschließlich mit Nähseide gewebt werden. (Foto)

3. Weben

  

Rauf, runter, rauf, runter. Ein Kettfaden oben, ein Kettfaden unten. Mehr ist es nicht.

  

Zu Beginn ca. 10 cm Faden überhängen lassen. Dann weben, dabei das Schiffchen der Reihe nach abwechselnd einmal über, einmal unter den Kettfäden vorbeiführen. (Foto)

  

Nach jeder gewebten Reihe den Faden am bisherigen Gewebe „anschlagen“, in diesem Fall sanft mit den Fingern oder einem Kamm hinunterschieben. Nur so weit, daß das bisher Gewebte nicht zu stark zusammengedrückt wird.

  

Der Rand wird folgendermaßen gewebt: Den Schußfaden um den Randfaden führen, d.h. wenn das Schiffchen zwischen vorletztem und letztem Kettfaden in der Reihe nach oben ging, dann den Faden über den letzten Kettfaden und um diesen herum führen, anschließend  zwischen dem dann ersten und zweiten Kettfaden wieder heraufbringen. Oder in umgekehrter Reihenfolge, wenn das Schiffchen zwischen vorletztem und letztem Kettfaden hinunter ging. Ich denke, Foto ansehen hilft hier mehr als viele Worte. (Foto)

  

Den Rand unbedingt locker weben. Andernfalls bekommt das Webstück mehr oder weniger Ähnlichkeit mit einem X. Oder A.

  

Ich finde das Arbeiten mit den biegsamen Kartonschiffchen fast angenehmer als die Holzschiffchen. Beim Weben mit Karton müssen die Kettfäden, über die der Faden gehen soll, von der zweiten Hand entsprechend hinuntergedrückt werden.

  

Faden anstückeln: Der Faden ist „fertig“, aber das Webstück noch nicht? Du kannst den Faden am  Rand überhängen lassen und später vernähen. Du kannst den Faden aber auch irgendwo im Gewebe enden und an der Rückseite baumeln lassen. Näheres unter Punkt 4. Mit neuem Faden weiterweben, wo Du aufgehört hast.

  

Wenn Du ganz bis an den oberen Rand weben möchtest und das Schiffchen keinen Platz mehr hat, mache mit der Nadel weiter. Angenehmer ist eine größere Nadel, falls Du eine daheim hast.

Tipp 3: Einfädeln in kleines Nadelöhr. Wenn der Faden zu dick & das Nadelöhr zu klein ist und kein Einfädler da ist, kannst Du Dir diesen selbst „basteln“. Nimm einen dünnen Basteldraht oder eine Nähseide, 10 cm reichen, und fädle diesen/diese so durch das Nadelöhr, daß auf der einen Seite eine Schlinge und auf der anderen beide Enden zu sehen sind. Durch die Schlinge steckst Du den Webfaden, mit dem Du weiterweben möchtest, dann ziehst Du an den beiden Einfädler-Enden, bis der Webfaden durch das Öhr gerutscht ist.

  

Tipp 4: Wenn Du mit sehr dünnem Garn webst, hilft es, die Ränder immer wieder zwischen Daumen und Zeigefinger festzuhalten und an beiden Randseiten gleichzeitig nach außen zu ziehen, so als wolltest Du das Gewebe dehnen. So ordnen sich die dünnen Fäden und geben ein schönes, gleichmäßiges Webbild.

  

Idee: Streifen. Noch mehr Gestaltungsmöglichkeit hast Du, wenn Du mit sehr dünnem Garn oder Nähseide Streifen einwebst. Anfang und Ende auf der Rückseite hängen lassen. Wenn die Streifen im Gewebeinneren plaziert werden und sehr schmal bleiben, brauchst Du nichts weiter zu beachten. Einfach dann mit dem dickeren Garn/der Wolle weitermachen wie bisher.

  

Sollen die Streifen über die gesamte Breite gehen, ca. 10 cm am Anfang und am Ende überlassen, damit dies später vernäht werden kann.

  

Info: In meinem Webstück habe ich kurze, schmale Streifen mit sehr dünnem, gelbem Garn eingewebt, jeweils 9 Reihen. (Foto)

4. Gewebe fertigstellen

  

Besonders, wenn das Gewebe zart und nicht sehr fest ist, ist das Versorgen von Fadenenden angenehmer, solange das Gewebe noch am Webrahmen ist.

  

Je nach Verwendungszweck des Gewebes

  • Rückseite später nicht sichtbar;
  • wird nur angesehen, liegt oder hängt wo;
  • wird beansprucht;
  • beide Seiten in Verwendung sichtbar; 

die Fäden an der Geweberückseite entweder 

  • einfach abschneiden, dabei 1 cm überstehen lassen; oder
  • verknoten und dann abschneiden; oder
  • mit der Nadel vernähen, also im Gewebe verstecken, entweder entlang eines Kettfadens oder entlang der Schußfäden. Vor dem Vernähen verknoten oder auch nicht. 

5. Abschluß

 

Das fertige Gewebe vorsichtig vom Rahmen nehmen. Ich habe oben aus dem Rest des Kettfadens noch eine Aufhängeschlaufe gebildet (Foto), dann den Kett- mit dem Ende des Schußfadens verknotet und eine Masche daraus gemacht (Foto), unten habe ich den Beginn des Schußfadens vernäht.

  

Was kann das fertige Stück nun sein? Eigentlich gehört diese Frage ganz an den Beginn – läßt sich aber ohne jegliches Basiswissen nicht beantworten. So hängt das Ende mit dem Anfang zusammen und bildet einen Kreis J.

Bild. Du kannst Dein Webstück in einen schönen Bilderrahmen geben und als Bild aufhängen. Solltest Du nie wieder weben wollen, laß das Gewebe einfach im Webrahmen und hänge es samt Rahmen auf. ;)

  

Wandbehang. Finde ein schönes Stäbchen, einen dünnes Ästchen, einen nicht benötigten Kochlöffel oder auch einen kaputtgespielten Schlagzeugstick, stecke es durch die oberen Schlaufen und hänge das Kunstwerk an ein schönes Plätzchen.

  

Tascherl. Nähe das Webstück zu einem einfachen Täschchen zusammen – für Taschentücher oder als Handyschlafplatz. Kinder finden sicher auch sofort Verwendung dafür.

  

Puppenteppich.


Du kannst es nicht mehr erwarten und möchtest gleich mit Deinem eigenen Projekt loslegen? Ein Universalwebrahmen wartet im Onlineshop auf Dich.